Prof. Leopold Wandl

Prof. Leopold Wandl

Unser großer Mundartdichter


Leopold Wandl  wurde am 18. Juli 1923 als Sohn eines Steinarbeiters in Mauthausen geboren und verbrachte hier auch seine Kinder- und Schulzeit.
Mit 18 Jahren wurde er zur deutschen Wehrmacht einberufen und kehrte schließlich 1945, nach einem Einsatz an der russischen Front, wieder nach Oberösterreich zurück. In den entbehrungsreichen Zeiten der Nachkriegszeit übte Leopold Wandl zunächst 15 Jahre lang verschiedene Berufe aus, u.a. Schichtarbeiter, Landwirt, Gendarm, Gemeindesekretär und Gastwirt. Ab 1960 war er bis zu seiner Pensionierung Versicherungsangestellter und freischaffender Journalist bei diversen Zeitungen.
Am 10. Juni 2009 verstarb Leopold Wandl im Alter von 86 Jahren in Linz.

Der Durchbruch als Autor gelang ihm Anfang der 1960-er Jahre.
Sein künstlerisches Schaffen ist vorwiegend von Gedichten in oberösterreichischer Mundart geprägt. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Kurzgeschichten und Werke in Schriftssprache.
Einer breiten Öffentlichkeit wurde er mit der Zeitungskolumne „A weng gschmalzn“ in einer österreichischen Tageszeitung bekannt.
Mit seinen 27 veröffentlichten Büchern hat Prof. Leopold Wandl viele Menschen zum Lachen, zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht.
Die vielen Auszeichnungen die ihm zuteil wurden, belegen eindrucksvoll seine große Bedeutung als oberösterreichischer Mundartdichter.

Leopold Wandl war begeisterter Mühlviertler, seinen Heimatort Mauthausen hat er aber besonders geliebt. Das erhaltene Ehrenzeichen der Marktgemeinde Mauthausen in Silber und Gold, sowie eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus zeigen die große Wertschätzung, die ihm hier entgegengebracht wurde und wird.

Im Heimatmuseum sind eine Holzbüste, diverse Ehrungsurkunden sowie ein Teil des literarischen Nachlasses von Prof. Leopold Wandl ausgestellt.